„Es ist Zeit für maximal Mensch, statt maximal Gewinn“

Die Zukunftskonferenz „Gesundheit und Pflege“ #Menschimmittelpunkt

„Wie sieht eine Gesundheits- und Pflegeversorgung von morgen aus, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt? Welche Ansprüche haben Sie an Ihre Pflege im Alter?“ – über diese Fragen und etliche weitere zum Thema Gesundheit und Pflege von Morgen diskutierten Lisa-Kristin Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW und Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW in der gestrigen vierten Zukunftskonferenz „Gesundheit und Pflege“ #Menschimmittelpunkt mit ihren eigeladenen Expert*innen. Zugegen waren Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach, Susanne Quast von der Initiative Gesunde Krankenhäuser, Roland Adelmann, Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Oberberg, und weitere Vertreter*innen aus Pflege und Wissenschaft, die Ihre Anregungen für eine zukunftsorientierte Gesundheits-Pflegepolitik einbrachten.
Denn eins wurde gestern klar: alle ExpertInnen sind sich einig, dass die Missstände im Gesundheitswesen nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie beklagt wurde. Das deutsche Gesundheitssystem biete nicht die besten Bedingungen: das Pflegepersonal ist überlastet und unterbezahlt, die prekären Umstände in der Pflege führen dazu, dass der Pflegeberuf unattraktiv wird und es dadurch zu Pflegepersonalmangel kommt. Fakt ist, dass Wissenschaft und Politik die Stärkung der Pflege als Hauptaufgabe zwar anerkennen, aber dennoch alle bisherigen Maßnahmen – darunter die Herausnahme der Pflegekosten aus den Fallpauschalen der Kliniken oder ein Programm für 20 000 zusätzliche Pflegehilfskräfte für die Heime – bisher nicht sichergestellt werden konnten. Eine umfassende Diskussion darüber, was uns Gesundheit und Pflege wert sind, ist längst überfällig. Dies gab Anlass zu ernsthaften Bedenken und Diskussionen über die Zukunft der Gesundheit und Pflege, über das es auf der Zukunftskonferenz der SPD „Nach dem Applaus: der Mensch im Mittelpunkt“ geht.
„Längst hat die Pandemie die Missstände in unserem Gesundheitswesen aus dem Schatten ins Rampenlicht gerückt. Es gilt nun, diese Diskussionen endlich in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Und nach Diskussionen müssen nun Taten folgen. Es ist Zeit für maximal Mensch, statt maximal Gewinn.“ – so Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.