Hut ab! Zur „Woche des Respekts“

Josef Neumann besucht das Johanniter-Stift Vohwinkel

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein respektvoller Umgang miteinander sind die Grundlage unseres Zusammenlebens. Achtung und Respekt scheinen aber in unserer Gesellschaft längst nicht mehr selbstverständlich. Gegen Hass und Gewalt möchten wir positive Zeichen setzen:  Vom 14. bis 18. November ruft die Landesregierungzum ersten Mal die „Woche des Respekts“ aus. In diesem Rahmen besuchte Josef Neumann das Johanniter-Stift in Vohwinkel. Mit Bewohnerinnen und Bewohnern besprach er ausführlich die Situation und die Betreuung von Menschen mit Demenz. Die Umsetzung der neuen Pflegegrade und deren Finanzierung waren Thema im Gespräch mit dem Bewohnerbeirat. Beim Rundgang durch das Haus tauschte sich Josef Neumann mit den Beschäftigten über den Stellenwert der Pflege in der Gesellschaft und die allgemeine Entwicklung in den Pflegeberufen aus.

Beim gemeinsamen Mittagessen im Beisein der Einrichtungsleiterin  Katja Sonntag und des Pflegedienstleiters Andre Dostatni wurden Fragen der Generalisierung der Pflegeausbildung, der Umgang mit Demenz, die nachhaltige Finanzierung der Pflege und die Herausforderungen der Demographischen Entwicklung erörtert. Ein achtsamer Umgang und der Respekt für einander ist in die Leitlinien des Hauses eingeschrieben, um ein Leben in Würde und mit Unterstützung sicherzustellen. Eine Bewohnerin im Johanniter-Stift, Frau Ilsabe Platte, berichtet über ihre Erinnerungsarbeit und übergab Josef Neumann ein Exemplar ihrer Tagebuchaufzeichnungen vom 1. Januar 1945 bis zum 2. April 1946 mit dem bewegenden Titel Zuversicht. Josef Neumann zeigte sich überzeugt von der zentralen Rolle, die Einrichtungen wie der in der Edith-Stein-Straße zukommen: „Wo ein respektvoller Umgang gepflegt wird, da können sich Menschen frei entfalten, da werden individuelle Unterschiede wertgeschätzt. Diese gemeinsamen Werte machen uns stark, weil wir füreinander einstehen. Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Beschäftigten in der Altenpflege, die eine größere Anerkennung durch die Gesellschaft verdienen“, so Josef Neumann.