„Geburtshilfliche Versorgung in NRW stärken – Arbeitsbedingungen der Hebammen müssen verbessert werden“

Anlässlich der heutigen Sachverständigenanhörung zum Thema geburtshilfliche Versorgung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales erklärt Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wir unterstützen die Hebammen in Nordrhein-Westfalen in ihren Forderungen nach einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der geburtshilflichen Versorgung mit Hebammen. Die Sicherung des Hebammenberufes in Nordrhein-Westfalen ist auch deswegen notwendig, um die Wahlfreiheit für werdende Mütter und Eltern über Geburtsort und die Umstände der Geburt flächendeckend zu gewährleisten. Mit dem Runden Tisch Geburtshilfe NRW wurde mit allen Akteurinnen und Akteure, die an der Versorgung in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett beteiligt sind, die Situation der Hebammen und der Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen erörtert.

Der Runde Tisch hat dabei zahlreiche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation der Hebammen und der geburtshilflichen Versorgung erarbeitet. Dazu gehört, dass auf Bundesebene eine kostendeckende Vergütung der Hebammen durchzusetzen ist. Zu unterstützen ist auch die Forderung des Deutschen Hebammenverbandes nach Einrichtung eines Haftpflichtfonds zur Reduzierung der Beitragsrisiken. Die Mitte-Rechts-Landesregierung ist aufgefordert, den Prozess der Weiterentwicklung der geburtshilflichen Versorgung umzusetzen und weiterzuführen. Die von Minister Laumann angekündigte Projektgruppe muss die Datenerhebung der geburtshilflichen Versorgung in NRW, sobald diese abgeschlossen ist, zügig auswerten und in konkrete Maßnahmen überführen.“