Landtag debattiert über ‚Solinger Modell‘

Auf Eilantrag der SPD-Fraktion beschäftigt sich der Landtag am kommenden Mittwoch, 11.11.,  um 18:55 Uhr, mit dem ‚Solinger Modell‘ zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs in der angespannten Corona-Lage. Die Landesregierung hat den Wechsel zwischen Präsenzunterricht und digitalem Distanzunterricht, wie es das Solinger Konzept zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs in Coronazeiten vorsieht,  letzte Woche Dienstag per Erlass untersagt. Die SPD fordert nun in ihrem Antrag  angesichts weiter steigender Infektionszahlen die Landesregierung auf, das  ‚Solinger Modell‘ nun endlich zu genehmigen.

Dazu der Wuppertal-Solinger Landtagsabgeordnete Josef Neumann:

„Es freut mich sehr, dass meine Fraktion das Thema auf die Tagesordnung des Plenums gesetzt hat. Es ist wichtig, dass wir nun parlamentarischen Druck erzeugen, damit dieses vernünftige Solinger Konzept umgesetzt wird. Und zwar nicht nur in Solingen, sondern auch in anderen NRW-Kommunen. Denn viele Schulen landesweit sind mittlerweile mit beträchtlich gestiegenen Infektionszahlen konfrontiert. Da ist das ‚Solinger Modell‘ geradezu eine Brücke, um einen regulären Schulbetrieb in hybrider Form, nämlich als Präsenz- und Digitalunterricht, überhaupt aufrechterhalten zu können.

Der Solinger Weg beinhaltet Bildungsgerechtigkeit und Gesundheitsschutz. Wir dürfen nicht so lange warten, bis wir aufgrund des Infektionsgeschehens die Schulen komplett wieder schließen müssen. Da macht es keinen Sinn und ist unverantwortlich, wenn NRW-Schulministerin Gebauer, die bislang selbst keinen brauchbaren Handlungsrahmen für das Funktionieren von Schule unter den Bedingungen von Corona vorgelegt hat, diesen sinnvollen Solinger Vorschlag  torpediert. Die Landesregierung, der Ministerpräsident und seine Schulministerin sind gefordert, nun endlich zu handeln. Unsere Schulen brauchen das ‚Solinger Modell‘, um weiter unseren Kindern einen qualitätsvollen und sicheren Unterricht anbieten zu können.“