Neumann: „Sie lassen junge Menschen im Stich“

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Die schwarz-gelbe Landesregierung beabsichtigt, ein Förderangebot für Jugendliche, die enorme Schwierigkeiten beim Zugang auf dem Arbeitsmarkt haben, abzuschaffen. Und zwar geht es um die sog. ‚Produktionsschulen‘, die jungen Menschen mit massiven schulischen und sonstigen sozialen Problemlagen dabei unterstützen, Anschlussperspektiven auf den Arbeitsmarkt und beim Erlangen eines Schulabschlusses zu finden. Derzeit sind rd. 2.800 junge Menschen in entsprechenden Maßnahmen. Die Jugendlichen arbeiten unter sozialpädagogischer Begleitung in betrieblichen Zusammenhängen und machen die Erfahrung eines strukturierten Arbeitsalltags.

Die Landesregierung will nun die Produktionsschulen durch ein Werkstattjahr ersetzen, dass allerdings nicht in ein übergreifendes Gesamtkonzept eingebettet ist. Josef Neumann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, nahm dazu heute im Plenum Stellung, und sprach sich für den Erhalt des Systems der Produktionsschulen aus, „das sich in der Praxis mehr als bewährt hat, weil es Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen, hilft.“