Neumann: „Dankbarkeit für das Geschenk der deutsch-polnischen Freundschaft“

Für die SPD-Fraktion begründete Josef Neumann heute im Plenum einen Entschließungsantrag der rot-grünen Koalitionsfraktionen, der anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages, eine weitere Intensivierung der vielfältigen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen forderte.

Neumann machte deutlich, dass vor dem Hintergrund der schrecklichen Geschehnisse des durch Deutschland verursachten Weltkrieges, unter dem die polnischen Menschen in unvorstellbarem Ausmaß leiden mussten, die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen einen großen humanitären Wert besitzt, an dem weiter gearbeitet werden muss. Der Nachbarschaftsvertrag mit Polen sei, so Neumann in den letzten 25 Jahren durch  50.000 gemeinsame binationale Projekte und nicht zuletzt durch einen regen Jugendaustausch mit Leben erfüllt worden. Die Aussöhnung mit Polen war mithin ein wichtiger Baustein des europäischen Einigungsprozesses. Ebenso die Bemühungen der Vertriebenen und Aussiedler zur Aussöhnung verdiene Anerkennung. Nicht zuletzt lenkte Neumann den Blick auf die aktuelle Situation in Polen, die hinsichtlich der Einhaltung rechtsstaatlicher Standards Anlass zur Sorge gebe. Aber auch hier gelte es, den Dialog zu fördern und im Gespräch zu bleiben.